Reingeschaut

Reingeschaut: Eines langen Tages Reise in die Nacht

Am Schluss sind sie immer noch da, durch die Vergangenheit ineinander verfangen, jeder schuldig und gleichzeitig unschuldig, sich gegenseitig verachtend, bedauernd, liebend, verständnisvoll und dennoch überhaupt nicht verstehend, vergebend, aber dazu verdammt, nie vergessen zu können.

(Eugene O’Neill)

O’Neill schrieb 1940 Eines langen Tages Reise in die Nacht als Absage an den amerikanischen Traum und bediente sich dabei schonungslos seiner eigenen Biografie. Schicht für Schicht legt er in seinem psychologischen Meisterwerk, das einen einzigen Tag im Leben der Familie Tyrone beschreibt, die Wunden einer Familie frei und beschäftigt sich mit den Leiden, Abhängigkeiten und Neurosen, in denen sie gefangen sind: James Tyrone, einst gefeierter Schauspieler, kann seine armselige Jugend nicht vergessen und tyrannisiert die Familie mit seinem Geiz, an dem bereits ein Sohn zugrunde gegangen ist. Das Bewusstsein dieser Schuld treibt Tyrones Frau Mary in die Morphiumsucht. Der zweite Sohn James wird zum Trinker und Zyniker während sein jüngerer Bruder Edmund an Schwindsucht leidet, die als Sommergrippe bagatellisiert wird.

 


Eines langen Tages Reise in die Nacht
von Eugene O’Neill

Regie: Armin Petras
Bühne: Aleksandar Denić
Kostüme: Michael Graessner
Musik: Miles Perkin
Choreografie: Berit Jentzsch
Video: Rebecca Riedel
Dramaturgie: Bernd Isele

Besetzung: Manolo Bertling, Julischka Eichel, Robert Kuchenbuch, Peter Kurth, Peter René Lüdicke, Edgar Selge, Miles Perkin
Premiere am 18. Februar 2017 im Schauspielhaus
Dauer: ca. 2:50h, eine Pause
Karten und Termine ..hier
Titelfoto: Thomas Aurin

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