Reingeschaut

Gastspiel: hiding piece von Hofmann&Lindholm

Ein Tanzstück von Hofmann&Lindholm

hiding piece kann als Tanzstück, begehbare Installation, ‚durational performance‘, als Bewegungsstudie oder auch als Intuitionsübung und Verhaltenstraining für den Ernstfall erlebt werden. Vor dem Hintergrund zunehmender Unsicherheit an öffentlichen Plätzen, ausgelöst durch die global wachsende Gewaltbereitschaft und Anschläge wie in Paris und Brüssel, thematisieren Hofmann&Lindholm das Phänomen der Zuflucht im toten Winkel, im Versteck, im Hinterhalt.

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Hofmann&Lindholm und Lindholm zu Gast beim WDR 3 Kultur am Mittag | 28.04.2016 | 11:48 Minuten


In ihrem neuen Tanzstück öffnen Hofmann&Lindholm den Raum für das Verschwinden und laden ihr Publikum dazu ein, taktisch in Deckung zu gehen: Zuschauer werden aufgefordert sich in einem Setting, das überwiegend aus Schränken besteht, zu verstecken, in Deckung zu gehen, zu verschwinden, unterzutauchen. Es gilt, sich unsichtbar zu machen oder in der Position des stillen Beobachters zu verharren.


Man betritt einen Raum voller Schränke, in dem jedes Ding zum potentiell belebten Gegenüber wird. Während keiner der Anwesenden einschätzen kann, wie viele Menschen sich zeitgleich im Raum befinden, verändern zwei Performer nach und nach das Setting. Ein akustisches Signal zeigt an, wann Positionswechsel möglich sind. So mutiert die ‚Bühne’, die gemeinhin als Ort der Sichtbarmachung gilt, zu einem Ort des Verschwindens.


hiding piece
Ein Tanzstück von Hofmann&Lindholm

Konzept/ Realisation: Hofmann&Lindholm
Performance: Lara Pietjou, Jan Rohwedder
Raum: Tommy Garvie, Selma Gültoprak
Produktionsassistenz: Milena Cairo

hiding piece ist eine Produktion von Hofmann&Lindholm in Koproduktion mit dem Tanzhaus NRW, sowie dem Künstlerhaus Mousonturm.
Das Projekt wird gefördert durch die Kunststiftung NRW und das NATIONALE PERFORMANCE NETZ (NPN) Koproduktionsförderung Tanz aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags.
Hofmann&Lindholm werden im Rahmen der Spitzenförderung Theater durch das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW gefördert.

Fotos: Robin Juncke, Hannah Hoffmann

Das Schauspiel Stuttgart zeigt unter der Leitung von Armin Petras zeitgenössisches Theater im Kleinen Haus am Schloßgarten. Den Spielplan des Theaters und des Kammertheaters bestimmen, neben einem spielfreudigen Ensemble und modernen Interpretationen klassischer Dramatik, ein Austausch verschiedenster Kunstformen und eine Auseinandersetzung mit der Stadt und der Region Stuttgart sowie die Zusammenarbeit mit bekannten Regisseuren. Die Spielstätte Nord ist eine Plattform für neue Texte, Autoren und Formate.

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